Gerade in unserem Zeitalter der technischen und damit einhergehenden musikalischen Perfektion, in dem nahezu jedes Studioalbum so durchproduziert ist, dass man nicht mehr genau weiß, wo denn nun die Software nachgeholfen hat und wo wir es noch mit echtem, reinen musikalischen Können zu tun haben, scheint der insgeheime Wunsch nach eben – wann man es so nennen will – wahrer und reiner Musik größer zu werden. Einige Bands enstanden in der letzten Zeit, die veruschen, der Elektronisierung und Standardisierung unserer Mainstream-Musik entgegenzuwirken. Eine von ihnen, die seit einiger Zeit erste Wellen schlägt, ist das Freiburger Duo Krakow Loves Adana.
Ihnen ist der nächste Geniestreich gelungen. Erneut verbinden sie Elemente des scheinbar längst Vergangenen mit modernsten und dazu noch unglaublich schönen Klängen elektronischer Musik. Ein Spagat zeigt sich von den 70er Jahren über Höhepunkte des Post-Punks und New-Waves hin zu dem geschickten Einsetzen elektronischer Elemente. Die Rede ist von der aus Köln stammenden und mittlerweile teilweise in Berlin beheimateten Gruppierung Von Spar, die bereits mit ihren beiden ersten Alben in der musikalischen Avantgarde große Wellen schlugen. Zunächst war es überaschend erfrischender -> weiter lesen
island sorgt mittlerweile schon seit monaten für wirbel, sei es durch staatskrise, verbranntes geld, aschewolke oder dem iceland airwaves festival. letzteres rückte fm belfast in einen größeren aufmerksamkeitsfokus und brachte glücklicherweise dadurch die sechs isländer nach berlin in den magnet club. und auch wenn der alte club an neuem ort nicht ausverkauft war, so darf man vorwegnehmen: beim nächsten mal wird er aus allen nähten platzten, denn was fm belfast dort abgezogen haben, wird von den anwesenden begeistert in die stadt -> weiter lesen
Diese Wörter schallt es in bester Ramonesmarnier von der kleinen Bühne des West Germany. Die Antwort steht zu diesem Zeitpunkt bereits fest: Tanzen! Tanzen! Tanzen!
Zugegeben: es ist Montag. Nach einem ausgiebigen Wochenende kostet es viel Mühe und Überwindung wieder zu einem Konzert zu gehen, noch dazu, da es einem das West Germany als „newcomer“ nicht allzu leicht macht: von außen bloß eine Nummer. 133. Eine unscheinbare Tür. Dann noch in den dritten Stock. Doch wer es an diesem Tag geschafft hatte, sollte nicht enttäuscht werden!
Die Vorband „The Mokkers“, obwohl Berliner, mussten wegen der Vulkanasche absagen. Die Gitarristin der Band, hatte sich in New York verschanzt. Der Ersatz: DJ Tanzmaus (tja…ihr denkt euch jetzt vermutlich dasselbe wie ich). Dieser brachte auch allenfalls die Mäuse -> weiter lesen
Klänge, die zwischen Lounge, Motown und Hip-Hop oszillieren, erschafft das Afia Asabre Palast Orchester.
Was manch einer daheim als Schmusi-Musi bezeichnet, ist live eine Offenbarung. Das AAPO-Kollektiv besteht aus zwei Beat- und Soundtüftlern, die zusammen mit einem Schauspieler und einem Musikwissenschaftler in den Festsaal Kreuzberg kommen, um jegliche Genre-Grenzen hinter sich zu lassen, um dann mit zahlreichen Querverweisen garnierte Trips auf die verblüffte berliner Szene los zu prassen.
28soundstoescape (Felix Lüke), Peter Pun, MP Kit und der PinkRobbat (Daniel Freitag) nehmen euch mit ihrem
Megaphon auf eine Beat-lastige Reise in die stets unterbewusste Gegenwart.
Klatschen, staunen, kopfnicken: Die Party vor der Party!
für die bis zum 7. februar laufende transmediale möchte ich euch gerne zwei konzerte empfehlen.
am 4.2. spielt holy fuck im wmf. bereits im arpil hatte ich das vergnügen, die kanadische band im magnet club zu sehen – sie hat mich mehr als überzeugt. für jeden, der auf zusammengefrickelte elektronische musik steht, die dennoch einige populäre strukturen aufweist, ein muss.