Das Berlin Festival gibt es nun schon seit fünf Jahren, auch wenn dies nur wenigen der – größtenteils – Wahlberliner bewusst sein mag, debütierte es doch bereits im Jahre 2005 – damals noch recht klein, zunächst ein paar Hundert und schließlich ein paar Tausend Besucher zählend. Bis 2007 residierte es noch auf einer Sportanlage mit verlassen erscheinendem Schwimmbereich unweit des Hauptbahnhofs, offenbarte eine intime und durchaus sympathische Stimmung mit Indie-Lieblingen wie Tocotronic und The Go!Team und bat zusätzlich ein ordentliches elektronisches Nachtprogramm im anliegenden Tape-Club. Umso enttäuschender erschien der Ausfall des Festivals im darauffolgenden Jahr, -> weiter lesen
Gerade in unserem Zeitalter der technischen und damit einhergehenden musikalischen Perfektion, in dem nahezu jedes Studioalbum so durchproduziert ist, dass man nicht mehr genau weiß, wo denn nun die Software nachgeholfen hat und wo wir es noch mit echtem, reinen musikalischen Können zu tun haben, scheint der insgeheime Wunsch nach eben – wann man es so nennen will – wahrer und reiner Musik größer zu werden. Einige Bands enstanden in der letzten Zeit, die veruschen, der Elektronisierung und Standardisierung unserer Mainstream-Musik entgegenzuwirken. Eine von ihnen, die seit einiger Zeit erste Wellen schlägt, ist das Freiburger Duo Krakow Loves Adana.
Ihnen ist der nächste Geniestreich gelungen. Erneut verbinden sie Elemente des scheinbar längst Vergangenen mit modernsten und dazu noch unglaublich schönen Klängen elektronischer Musik. Ein Spagat zeigt sich von den 70er Jahren über Höhepunkte des Post-Punks und New-Waves hin zu dem geschickten Einsetzen elektronischer Elemente. Die Rede ist von der aus Köln stammenden und mittlerweile teilweise in Berlin beheimateten Gruppierung Von Spar, die bereits mit ihren beiden ersten Alben in der musikalischen Avantgarde große Wellen schlugen. Zunächst war es überaschend erfrischender -> weiter lesen
am bavarian open festival 2007 hatten sie ihren ersten auftritt in deutschland und wurden auch gleich zur band des abends erkoren. drei jahre später sind die vier kanadier mit ihrem zweiten album “latin” zurück. die neun songs sind wieder rein-instrumental und geben dem menschlichen klangorgan nur durch vereinzelte refrain-wörter und vocal-loops platz. -> weiter lesen
island sorgt mittlerweile schon seit monaten für wirbel, sei es durch staatskrise, verbranntes geld, aschewolke oder dem iceland airwaves festival. letzteres rückte fm belfast in einen größeren aufmerksamkeitsfokus und brachte glücklicherweise dadurch die sechs isländer nach berlin in den magnet club. und auch wenn der alte club an neuem ort nicht ausverkauft war, so darf man vorwegnehmen: beim nächsten mal wird er aus allen nähten platzten, denn was fm belfast dort abgezogen haben, wird von den anwesenden begeistert in die stadt -> weiter lesen
egal ob auf dem fahrrad durch die frühlingsluft, beim kaffeetrinken in der wg-wohnküche oder beim zähneputzen vor dem badespiegel, die songzeilen von “wenn blicke flöten könnten” und vor allem die damit verbundenen geschichten sind ins hirn gestanzt und gehen nicht mehr weg. eine leicht amüsierter zustand ist damit konstant garantiert, wenn die “blockflöte -> weiter lesen
selten hat ein album seine strahlen und seine bewegungen so vorausgeschickt wie caribous “swim”.
bereits der opener “odessa” schwirrte schon vor monaten im netz, es folgte “sun” mit dazugehörigem remix-contest. zusätzlich gab es auffällig viele begeisterte empfehlungen in sozialen netzwerken und die ankündigung zu exklusiven live-auftritten wie zum -> weiter lesen
Klänge, die zwischen Lounge, Motown und Hip-Hop oszillieren, erschafft das Afia Asabre Palast Orchester.
Was manch einer daheim als Schmusi-Musi bezeichnet, ist live eine Offenbarung. Das AAPO-Kollektiv besteht aus zwei Beat- und Soundtüftlern, die zusammen mit einem Schauspieler und einem Musikwissenschaftler in den Festsaal Kreuzberg kommen, um jegliche Genre-Grenzen hinter sich zu lassen, um dann mit zahlreichen Querverweisen garnierte Trips auf die verblüffte berliner Szene los zu prassen.
28soundstoescape (Felix Lüke), Peter Pun, MP Kit und der PinkRobbat (Daniel Freitag) nehmen euch mit ihrem
Megaphon auf eine Beat-lastige Reise in die stets unterbewusste Gegenwart.
Klatschen, staunen, kopfnicken: Die Party vor der Party!
i like music that’s funky – singt evan baggs bei seiner kollaboration mit david keno auf der pepsi funk ep. ein statement, das wir nur bejahen können und auch die de:bug nennt den track einen “brüller”. zusammen mit den anderen 22 releases von david keno ist die halbe plattenkiste bereits hochqualitativ gefüllt und darf gerne so am 19.02. auf der nächsten huldigung der künste party wieder ausgepackt werden, denn dann beehrt uns david keno im festsaal kreuzberg.
richtig angefangen hat es für den 30-jährigen gebürtigen berner vor über 4 jahren. unter dem namen vernis wurde seine erste ep bubble -> weiter lesen
für die bis zum 7. februar laufende transmediale möchte ich euch gerne zwei konzerte empfehlen.
am 4.2. spielt holy fuck im wmf. bereits im arpil hatte ich das vergnügen, die kanadische band im magnet club zu sehen – sie hat mich mehr als überzeugt. für jeden, der auf zusammengefrickelte elektronische musik steht, die dennoch einige populäre strukturen aufweist, ein muss.