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Jens Lekman und der sich schließende Kreis
am Donnerstag, den 4. Oktober 2012 von birte

Letzten Mittwochabend im Berliner Postbahnhof. Jens Lekmans Konzert neigt sich dem Ende zu, es folgt eine ausgiebige Zugabe gefolgt von einer weiteren. Lekman und Band sind großzügig mit dem Berliner Publikum. Doch schließlich beendet der schwedische Singersongwriter dann doch seinen Auftritt – und zwar mit dem Lied, mit dem er auch vor einigen Stunden schon begonnen hat. Er nimmt selbst dazu Stellung, versucht dem Publikum damit auch gleich das Konzept seines aktuellen Albums “I know what love isn’t“ näherzubringen. “So vieles im Leben spielt sich in Kreisbewegung ab“ – formuliert Lekman es selbst. Man kehrt immer wieder in ein Stadium zurück, in dem man sich schon früher einmal befunden hat.

So eben auch an diesem spätsommerlichen Abend, doch komplett identisch ist das zuerst und zuletzt vorgetragene Liedgut dann doch nicht. Aus einem vorgetragenen -> weiter lesen

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Live Krautrock-Performance auf der hdk-Party
am Montag, den 30. Mai 2011 von lorenz

Sind sie nun Straßenmusiker oder sind sie eine Band? Spielen sie Konzerte oder doch eher Performances? Handelt es sich eher um eine öffentliche Jam-Session oder doch um eine Art Gesamtkunstwerk?

All dies sind Fragen, die ich schließlich nicht endgültig beantworten will und nicht wirklich beantworten kann, wenn ich versuche, zu beschreiben, was genau drei in Berlin lebende Musiker unter dem Namen Camera vollbringen.

Doch bleiben wir zunächst bei den Fakten. Seit einem guten halben Jahr spielen Camera auf den Straßen und U-Bahnhöfen Berlins “Guerilla-Konzerte” – so nennen sie es selbst. -> weiter lesen

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Nachruf auf Gil Scott Heron
am Sonntag, den 29. Mai 2011 von thomas

Gil Scott Heron ist am 27.5. in New York im Alter von 62 Jahren verstorben.

Heron war mit seiner Poesie und mit politischen Texten wie „Whitey on the moon“, „We almost lost Detroit“ oder „Johannesburg“ maßgeblich an der Entwicklung von HipHop, R&B und Spoken Word beteiligt. Er wird von vielen Künstlern wie Common, Mos Def und Saul Williams als Inspiration und Vorbild genannt. Mit den Alben „Small Talk at 125th and Lenox“ (1970) und „Pieces of a man“ (1970) schuf er zwei Alben, die als absolute Klassiker gelten und der Titel seines Liedes „The Revolution Will Not Be Televised“ ging in den allgemeinen Sprachschatz über und wurde Teil des kulturellen Gedächtnisses.

2006 hatte XL Recordings Chef Richard Russel Gil Scott Heron davon überzeugt ein neuen Album aufzunehmen, was zu einer ähnlich erfolgreichen Synthese wie bei der -> weiter lesen

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Das Tahiti80-Experiment: jung-erwachsene Popkultur im Berliner Comet
am Dienstag, den 17. Mai 2011 von slava

“Oh, Tahiti80! Sie sind so toll! Als ich vor ein paar jahren unglücklich verliebt war, habe ich sie ununterbrochen gehört…“, sagte ein Freund von mir, als ich ihm erzählte, dass die französische Band am 6. Mai 2011 live in Berlin zu sehen sein würde. Ist das eine gute Voraussetzung, sich schon wieder auf das unbekannte einzulassen – musik, die den Liebeskummer heilt?! Warum eigentlich nicht! Je absurder das vorhaben, desto spektakulärer das erlebnis.

Ich kannte Tahiti80 also nicht. Der Name klang für mich so unmusikalisch, wie es nur geht, und gerade das hat meine Neugier geweckt: Wer sind sie? Was spielen sie? Wie waren sie damals? -> weiter lesen

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electroswinging in kreuzberg
am Freitag, den 6. Mai 2011 von slava

der electro swing club berlin hat dieses mal zum electro swing open air im festsaal kreuzberg eingeladen, und zwar pünktlich zum tanz in den mai. Unter dem motto „federn und konfetti statt steinen und reizgas!“ versammelten sich berliner szenenmenschen beim event im rahmen des myfest in der skalitzer straße 130, und es wurde unter freiem himmel geclubbt. alle farben, egokind, va.bene & tobirakete und peter -> weiter lesen

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Konzert-Review: Bodi Bill
am Donnerstag, den 28. April 2011 von bene

vor dem lido ist der älteren generation das staunen beim blick auf das monatsprogramm aus dem gesicht abzulesen: “vier konzerte am stück? sind die bekannt? hatten die einen hit?” für einen kurzen moment liegt einem die gegenfrage auf den lippen, ob sie schon mal etwas von “i like holden caulfield” gehört haben, aber der gedanke wird schnell verworfen. “einen hit?” nicht so richtig. eher endloses touren und mund-zu-mund-propaganda auch via sozialer netzwerke bringen die drei berliner in diesen tagen ende april 2011 ins heimische, restlos ausverkaufte, ehemalige kreuzberger kino. die erwähnten fragensteller haben davon über das rock radio (?) erfahren und ziehen es dann doch vor, eine kneipe um die ecke aufzusuchen, während drinnen norman palm (!) das vorprogramm bestreitet.

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White Russian Night, Part II – Bewusstseinserweiterung ganz legal
am Freitag, den 22. April 2011 von julia

Alex James, seines Zeichens Bassist von Blur, fand einst auf die Frage, wie er die rauschhafte, fluoreszierende Anfangszeit seiner Band in den Neunzigerjahren in Erinnerung habe, die schönen Worte:  „Wir wollten einfach sehr lila sein.“

Wer den vergangenen Montagabend ebenso im Levee vor der Bühne von Pretend a Great Name, Main Fear Love und Motorama verbracht hat, kann mit Sicherheit zumindest ungefähr nachvollziehen, wovon er spricht.

Nachdem ich alle Erwartungen an die mir bis auf den obligatorischen Myspace-Probesong bislang unbekannten Bands an der Garderobe abgegeben und festgestellt habe, dass an der Bar zur „White Russian -> weiter lesen

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Ein Wochenende mit den Kakks – Kakkmaddafakkas zwei Berlin-Konzerte
am Donnerstag, den 21. April 2011 von birte

Zugegeben: ich bin kein großer Fan von – ich nenne es mal – Hau-Drauf-Mucke mit ganz furchtbar primitiven Songtexten, egal, wie sie auch immer gemeint ist. The Kakks haben solche auch im Programm. Schon alleine bei Songtiteln wie „Crazy on the Dance Floor“ und das darin vorkommende „I am coming, baby, I am coming in your face“ entwickele ich eigentlich die größtmögliche Abneigung gegenüber solcher einfallsloser Skrupellosigkeit, wenn mir davon nicht sogar speiübel wird.

Doch bei Kakkmaddafakka ist das alles anders. Vielleicht liegt das am nicht zu überhörendem norwegischen Englisch der Bergenser – sie haben von mir eine Art -> weiter lesen

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Ticketverlosung: “White Russian Night” im Levee!
am Freitag, den 15. April 2011 von julia

Der durchschnittliche Filmfan dürfte den Drink aus Wodka, Kahlua und Sahne, besser bekannt als „White Russian“, vor allem mit einem gewissen Werk der Coen-Brothers verbinden. Konsequenterweise wirbt auch die von Zitty und der Russischen Botschaft persönlich präsentierte „White Russian Night“ mit dem Konterfei des wahrscheinlich berühmtesten Liebhabers jenes Cocktails. Dabei muss man weder ein glühender Verehrer des „Dudes“ noch passionierter Wodkatrinker sein, um einen Grund zu haben, am nächsten Montag im Levee Club in Mitte vorbeizuschauen: Das musikalische Aufgebot, bestehend aus der deutschen Band Main Fear Love und -> weiter lesen

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Ein Schiff in der Stadt – die goße Stubnitz Gala in der Volksbühne
am Freitag, den 1. April 2011 von Anne

Das MS Stubnitz ist ein 80m langes, stählendes EX-DDR-Fischfang- und Verarbeitungsschiff. Nach der Wende taten sich eine Gruppe von z.T. Schweizer und Berliner Künstlern zusammen, um den Rostocker Stahlriesen in eine schwimmende Plattform für  alternative Kunstformen, kontemporäre Musikströmungen und subkulturellen Output in jeglichen Darbietungsformen umzubauen. Ostasiatische Obertonsänger, japanische Freejazzgötter, niederländische Noisedadaisten, amerikanische Hip Hop Gurus, französische Folkloretänzer oder spanische Gitarreros. Das Schiff auf 3 Floors gefüllt mit Lack und Leder oder hunderten von Tanzlustigen der Elektroszene. Seit 1993 bewegt sich dieses -> weiter lesen

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