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	<title>huldigung der künste - blog</title>
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		<title>Bruce Nauman &#8211; Dream Passage</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 14:44:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[bildende kunst]]></category>
		<category><![CDATA[museum]]></category>
		<category><![CDATA[Bruce Nauman]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Bahnhof]]></category>

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		<description><![CDATA[Funktionsweise und Grenzen der menschlichen Wahrnehmung aufzeigen – das sind zwei zentrale Bestandteile in der Arbeit des amerikanischen Konzeptkünstlers Bruce Nauman. Neben zahlreichen Arbeiten, die schon seit längerem als Teil der Flick-Sammlung in Berlin zu sehen sind, zeigt das Berliner Museum für Gegenwartskunst nun eine große Werkschau Naumans mit dem Titel „Dream Passage“. Ich möchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Funktionsweise und Grenzen der menschlichen Wahrnehmung aufzeigen – das sind zwei zentrale Bestandteile in der Arbeit des amerikanischen Konzeptkünstlers Bruce Nauman. Neben zahlreichen Arbeiten, die schon seit längerem als Teil der Flick-Sammlung in Berlin zu sehen sind, zeigt das Berliner Museum für Gegenwartskunst nun eine große Werkschau Naumans mit dem Titel „Dream Passage“. Ich möchte mich nachfolgend zwei Installationen ein Stück nähern, in der Hoffnung, einen Besuch dieser, durchaus lohnenswerten Ausstellung anzuregen.</p>
<p><strong>Bruce Nauman, »Clown Torture« (1987)</strong><br />
Die Installation »Clown Torture« begegnet dem Besucher schon lange bevor er den Kubus betritt, dessen Wände die der Installation zugehörigen Videobilder beherbergen. Aus dem in der historischen Halle des Hamburger Bahnhofs zentral platzierten Würfels dringt ein Gewirr aus<br />
schreienden Stimmen. Wie bei vielen anderen Installationen der Ausstellung wirkt dieser akustische Reiz, der zunächst von allen visuellen Eindrücken abgekoppelt ist, wie ein Magnet, der die Besucherströme in das Innere der Installationen, in diesem Falle in das Innere des Kubus zieht. Dort sind zwei Beamer an der Decke befestigt, welche an zwei sich gegenüberliegende Wände Videos eines Clowns projizieren. <img title="Clown Torture" src="http://i427.photobucket.com/albums/pp354/oliviab1234/8993565_Nauman_ClownTortureClownTak.jpg" alt="" hspace="10" vspace="10" width="284" height="187" align="left" />In dem einen findet sich der Clown mit einer Zeitung auf einer Toilette, in dem anderen versucht er mit einem Stab einen Wassersack zu balancieren, der ihm jedoch immer wieder auf dem Kopf zerplatzt. An der dem Eingang gegenüberliegenden Wand stehen mehere Monitore, welche den Clown in hysterischer Aufregung schreiend oder<br />
resigniert auf dem Boden sitzend zeigen. Zwar sind die tatsächlichen Bilder teilweise kohärent, jedoch durchgehend zeitlich versetzt in ihrer Abspielposition. Es entsteht ein kanonartiges Gewebe mehrerer Stimm- und Geräuschebenen. Auffallend hierbei ist die materielle Beschaffenheit des Klang: Alle Audiospuren sind sehr „nass“, d. h. sie besitzen eine extrem lange Hallfahne. Der Hall lässt akustisch auf einen großen, fast schon kathedralenartigen Raum rückschließen. Jedoch findet sich ein solcher Raum weder in den Videos noch im Installationskubus. Als Betrachter wird man in seinem Zusammenspiel von visueller und akustischer Wahrnehmung nachhaltig irritiert. Ferner ist die ausgesprochen schlechte akustische Qualität der Aufnahmen auffallend: Es rauscht an allen Ecken und Enden, zusätzlich verstärkt durch den bereits erwähnten unnatürlich wirkenden Hall. Das sehr unausgewogene, höhenbetonte Frequenzspektrum, erinnert zunächst an billige Camcorder-Mikrofone für den Heim- und Hobbygebrauch und fühlt sich bereits nach kurzer Zeit sehr unangenehm in den Ohren an. Unangenehm mag dabei vielleicht das Stichwort sein, um sich dieser Installation zu nähern. Bezug nehmend auf ihren Titel, Clown Torture stellt sich als erster Eindruck das Gefühl ein, das es sich hierbei vor allem um eine Folter für den Zuschauer handelt. Folter insofern, dass durch die vielen, unterschiedlich perspektivierten Bild- und Tonaufnahmen eine Art Wahrnehmungsexzess generiert wird. Der Zuschauer verliert sich im Strom der Reize bzw. Überreizung – eben diese Verlorenheit verleiht dem unnatürlichen, gespenstig weit wirkenden, Hall der Szenerie eine ganz neue Bedeutungsebene. Für den Zuschauer ist es auf längere Dauer kaum auszuhalten. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Beobachtung, dass ausnahmslos alle Besucher direkt am Eingang stehen bleiben und sich dort an die Wand drängeln, anstatt den Raum auszufüllen und sein Platzangebot anzunehmen. Ob dies nun den besseren Sichtmöglichkeiten geschuldet ist oder der Furcht, sich weiter in das Innere dieser Folter-Installation<br />
hineinzutrauen – man weiß es nicht.</p>
<p><strong>Bruce Nauman, Get Out of My Mind, Get Out of This Room (1968)</strong><br />
Wie bereits bei »Clown Torture« ist es auch bei <a href="http://radio.aaschool.ac.uk/2009/04/18/10-nauman-bruce-get-out-of-my-mind-get-out-of-this-room-1968/" target="_blank">»Get Out of My Mind, Get Out of This Room«</a> die akustische Ebene, auf der einem die Installation zunächst begegnet. Wandelt man durch die langen Gänge des Hamburger Bahnhofs, ist es zunächst eine seltsam klingende Stimme, deren Worte unverständlich bleiben, ebenso wie der Ort ihres Ursprungs. Also macht man sich auf, diesen Ort zu lokalisieren, sieht sich um, hält immer wieder inne und lauscht und geht weiter, bis sich schließlich die Installation in einem Untergeschoss offenbart. »Get Out of My Mind, Get Out of This Room« ist ein leerer, fensterloser, zu einer Seite offener Raum, an dessen Decke mittig ein Leuchtmittel hängt. <img title="Get Out of My Mind, Get Out of This Room" src="http://images.artnet.com/images_US/magazine/reviews/davis/davis6-18-09-7.jpg" alt="" hspace="10" vspace="10" width="251" height="334" align="right" />In der Decke befinden sich eine Reihe von nicht sichtbar in der Decke versenkten Lautsprechern. Es ertönt jene, eben noch als „seltsam“ charakterisierte Stimme und es wird klar, was dieses seltsame Moment ausmacht. Die Stimme moduliert sich fortwährend in puncto Lautstärke, Tonhöhe und Geschwidnigkeit. Sie wiederholt immer wieder diesen einen Satz – „get out of my mind, get out of this room“ – teilweise unverständlich und immer wieder von hächelnden bis winselnden Geräuschen unterbrochen. Durch die permanente Wiederholung und das an die Grenzen bringen der menschlichen Stimme tritt die Bedeutung des Satzes in den Hintergrund. Die Stimme in ihren feinen Nuancierungen und Abwandlungen, ihre Struktur nimmt den Raum ein. Das besondere Moment der Installation ist dabei, dass nie alle in der Decke befindlichen Lautsprecher gleichzeitig an sind. Die Quelle der Stimme wechselt fortwährend, sodass eine genaue räumliche Ortung ihres Ursprung unmöglich wird. Erneut wird man als Besucher in seiner Wahrnehmung verunsichert, da sich räumlicher und akustischer Eindruck gegenseitig in Frage stellen. In der Folge stellt sich das Gefühl ein, die Stimme würde einen umschließen, ganz gleich, als wäre sie tatsächlich im eigenen Kopf. Ein Wahrnehmungseindruck, der mich an meine ersten Walkman-Erfahrungen erinnert. Verlässt man den Raum und liest eine der angenehm unauffällig platzierten Erklärungen, sticht die Jahreszahl ins Auge: 1968. Elf Jahre bevor Sony die Stimme im Kopf zum Mitnehmen erfand.</p>
<p><strong>Albtraumhafte Korridore</strong><br />
In beiden beschriebenen Arbeiten verbinden sich &#8211; hier in der konkreten Beziehung von visueller und akustischer Raumwahrnehmung &#8211; jene Elemente, die ich eingangs als exemplarisch für Naumans Arbeit charakterisiert habe. Naumans Arbeiten, seine langen Installationskorridore sind dunkel. Sie strahlen bisweilen eine beklemmende, düstere Unheimlichkeit aus. Eine Athmossphäre, deren virtuose Umsetzung in Naumans Hauptwerk kulminiert, welches inzwischen dauerhaft im Hamburger Bahnhof installiert wurde: »Room With My Soul Left Out, Room That Does not Care«. Ein bestechender Albtraum.</p>
<p>Die Ausstellung läuft noch bis zum 10. Oktober im <a href="http://www.hamburgerbahnhof.de/exhibition.php?id=12813&amp;lang=de" target="_blank">Hamburger Bahnhof</a>.</p>
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		<title>Krakow Loves Adana</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 09:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade in unserem Zeitalter der technischen und damit einhergehenden musikalischen Perfektion, in dem nahezu jedes Studioalbum so durchproduziert ist, dass man nicht mehr genau weiß, wo denn nun die Software nachgeholfen hat und wo wir es noch mit echtem, reinen musikalischen Können zu tun haben, scheint der insgeheime Wunsch nach eben &#8211; wann man es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Krakow Loves Adana" src="http://c1.ac-images.myspacecdn.com/images02/143/l_e5c69d9eedc84d1992378a2009d000a0.jpg" alt="" hspace="10" width="211" height="217" align="right" />Gerade in unserem Zeitalter der technischen und damit einhergehenden musikalischen Perfektion, in dem nahezu jedes Studioalbum so durchproduziert ist, dass man nicht mehr genau weiß, wo denn nun die Software nachgeholfen hat und wo wir es noch mit echtem, reinen musikalischen Können zu tun haben, scheint der insgeheime Wunsch nach eben &#8211; wann man es so nennen will &#8211; wahrer und reiner Musik größer zu werden. Einige Bands enstanden in der letzten Zeit, die veruschen, der Elektronisierung und Standardisierung unserer Mainstream-Musik entgegenzuwirken. Eine von ihnen, die seit einiger Zeit erste Wellen schlägt, ist das Freiburger Duo <em>Krakow Loves Adan</em>a.</p>
<p>In minimalistischer Manier bezaubern Deniz Cicek (Gesang/Gitarre) und Robert Heitmann (Gitarre/Effekte) ihre Hörer mit intimen, intensiven und unter die Haut gehenden Songs sowie mit einer Stimme, die einem erstaunlich vertraut vorkommt, so viel Melancholie hervorruft, einem aber doch auch als etwas ganz Besonderes erscheint. Meist begleitet durch ein sanftes Schlagzeug, ertönen harmonisch zusammen passend zart gezupfte Gitarren mit clever gewählten Effekten und der erwähnten einfach nur schönen Stimme Ciceks. Hört man die Musik von <em>Krakow Loves Adana</em>, so erscheint sie so klar und im ersten Moment aufgrund der reduzierten Klangdichte fast schon simpel &#8211; doch offenbart nahezu jedes Lied eine unglaubliche emotionale Tiefe, die einen ins Staunen, aber auch ins Nachdenken versetzt. Es ist eine angenehme Begleitmusik zu unserem sonst so hektischem Alltag, mag uns entspannen, bringt einerseits eine gewisse Ruhe, schafft es jedoch gleichzeitig andererseits durch subtiles Laut- und Leisewerden jegliche alltägliche Monotonie hinter sich zu lassen.</p>
<p>Im Sommer dieses Jahres erschien das Debüt-Album <em>Beauty</em>, nun folgt die erste eigene Tour durch Deutschland. Heute abend spielen Krakow Loves Adana im Berliner Bang Bang Club. Man möge sich auf <a href="http://www.myspace.com/krakowlovesadana" target="_blank">MySpace</a> überzeugen und heute abend ein Gänsehauterlebnis nicht verpassen.</p>
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		<title>Von Spar &#8211; oder: die schönste Hommage an den Krautrock</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 12:07:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[volksbühne]]></category>
		<category><![CDATA[von spar]]></category>

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		<description><![CDATA[Krautrock ist tot! Es lebe der Krautrock.
Ihnen ist der nächste Geniestreich gelungen. Erneut verbinden sie Elemente des scheinbar längst Vergangenen mit modernsten und dazu noch unglaublich schönen Klängen elektronischer Musik. Ein Spagat zeigt sich von den 70er Jahren über Höhepunkte des Post-Punks und New-Waves hin zu dem geschickten Einsetzen elektronischer Elemente. Die Rede ist von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Von Spar" src="http://c3.ac-images.myspacecdn.com/images02/78/l_23b20522c5734d70af35561182e3a66e.gif" alt="" hspace="10" vspace="10" width="138" height="162" align="left" />Krautrock ist tot! Es lebe der Krautrock.</p>
<p>Ihnen ist der nächste Geniestreich gelungen. Erneut verbinden sie Elemente des scheinbar längst Vergangenen mit modernsten und dazu noch unglaublich schönen Klängen elektronischer Musik. Ein Spagat zeigt sich von den 70er Jahren über Höhepunkte des Post-Punks und New-Waves hin zu dem geschickten Einsetzen elektronischer Elemente. Die Rede ist von der aus Köln stammenden und mittlerweile teilweise in Berlin beheimateten Gruppierung <a href="http://www.myspace.com/vonspar" target="_blank"><em>Von Spar</em></a>, die bereits mit ihren beiden ersten Alben in der musikalischen Avantgarde große Wellen schlugen. Zunächst war es überaschend erfrischender Elektro-Punk, es folgte der krasse Wandel hin zum experimentellen Krautrock. Mit ihrem unlängst erschienenen dritten Album <em>Foreigner</em> scheinen sie nun wieder ein wenig strukturierter zu agieren, schaffen ein unglaubliches, fast schon episch erscheinendes Werk als Ganzes und überzeugen ferner erneut durch musikalische Einzelleistungen. Es könnte und sollte die Platte des Jahres werden! Ganz sicher für Leute, die generell eine entsprechende musikalische Affinität aufweisen. Denn man muss dazu sagen, dass nahezu komplett instrumentale Musik verständlicherweise nicht jedenmanns Sache ist. Dass Von Spar eine &#8211; wenn man es so banal sagen kann &#8211; spezielle, aber aufgrund dessen eben auch eine sehr besondere Band ist, ist nicht zu leugnen. Eine Band, die &#8211; meiner Meinung nach &#8211; defintiv noch weitere Aufmerksamkeit verdient hat, von der auch in Zukunft viel zu erwarten ist, die sich aber sicher bereits jetzt schon den einen oder anderen kleineren Meilenstein gesetzt hat.</p>
<p>Zum Abschluss möchte ich das Kölner Label Tomlab zitieren, das die Rolle Von Spars schön in einem Satz zusammenfasst: <em>&#8220;Detached from the usual style issues Von Spar have exorsized the  Zeitgeist and overtaken the discourse.&#8221;</em></p>
<p>Allen Berlinern, die am heutigen Samstag noch nichts vorhaben, möchte ich <a href="http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/musikbuehne_spielzeitabschlusskonzert/?id_datum=2613" target="_blank">Von Spar und weitere in der Volksbühne</a> empfehlen.</p>
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		<title>Holy Fuck &#8211; Latin [CD-Review]</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 09:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bene</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
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		<category><![CDATA[instrumental]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[
vö: 14.05.2010
web: www.holyfuckmusic.com
label: Beggars Group
am bavarian open festival 2007 hatten sie ihren ersten auftritt in  deutschland und wurden auch gleich zur band des abends erkoren. drei  jahre später sind die vier kanadier mit ihrem zweiten album &#8220;latin&#8221;  zurück. die neun songs sind wieder rein-instrumental und geben dem  menschlichen klangorgan nur durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/safe_image.php_.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-216" src="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/safe_image.php_.jpg" alt="" width="94" height="94" /></a></p>
<p>vö: 14.05.2010</p>
<p>web: <a title="www.holyfuckmusic.com" href="http://www.holyfuckmusic.com/" target="_blank">www.holyfuckmusic.com</a></p>
<p>label: <a title="www.beggarsgroup.de" href="http://www.beggarsgroup.de/" target="_blank">Beggars Group</a></p>
<p>am bavarian open festival 2007 hatten sie ihren ersten auftritt in  deutschland und wurden auch gleich zur band des abends erkoren. drei  jahre später sind die vier kanadier mit ihrem zweiten album &#8220;latin&#8221;  zurück. die neun songs sind wieder rein-instrumental und geben dem  menschlichen klangorgan nur durch vereinzelte refrain-wörter und  vocal-loops platz. somit schwingt der dichte klangteppich immer wieder  vom spährischen hin zum tanzboden. das drückt und zieht um dann wieder  frei zu gleiten.</p>
<p>der opener &#8220;1md&#8221; baut langsam die spannung auf und übergibt  funky-disco-mäßig an &#8220;red lights&#8221;. &#8220;stay lit&#8221; erinnert stark an die  kollegen von ratatat. während &#8220;lucky&#8221; doch verwundert und die frage  aufwirft, wie diese sounds ganz ohne digitale unterstützung und  synthesizer zustande kommen. spaß macht das sowieso und die grundlage  dafür ist das solide bandkonstrukt, welchem nur durch die effekte, die  percussion und die improvisation zu seiner kraft verholfen wird. und  diese energie bewegt sich immer möglichst im experimentellen bereich,  vergisst aber nie den druck hinterherzuschieben.</p>
<p>so bringen holy fuck auch ihre arbeitsweise von der bühne mit ins  studio. die aufnahmen erfolgen schnell und unter den bedingungen des  live-auftritts. hier wird ganz offen zugegeben, dass diese faszination  nur durch aktives erleben möglich ist. &#8220;p.i.g.s.&#8221; macht diese energie  greifbar und beendet &#8220;latin&#8221; mit der geballten kraft, die einen vor 3  jahren gepackt hat und auch beim nächsten aufeinandertreffen mit holy  fuck wieder mitreißen wird.</p>
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		<title>FM Belfast &#8211; 04.05.2010 // BERLIN &#8211; MAGNET CLUB [Konzertreview]</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 18:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bene</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[fm belfast]]></category>
		<category><![CDATA[island]]></category>
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		<description><![CDATA[
island sorgt mittlerweile schon seit monaten für wirbel, sei es durch staatskrise, verbranntes geld, aschewolke oder dem iceland airwaves festival. letzteres rückte fm belfast in einen größeren aufmerksamkeitsfokus und brachte glücklicherweise dadurch die sechs isländer nach berlin in den magnet club. und auch wenn der alte club an neuem ort nicht ausverkauft war, so darf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/FM-Belfast1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-210" src="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/FM-Belfast1-242x300.jpg" alt="" width="242" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/FM-Belfast1.jpg"></a>island sorgt mittlerweile schon seit monaten für wirbel, sei es durch staatskrise, verbranntes geld, aschewolke oder dem iceland airwaves festival. letzteres rückte fm belfast in einen größeren aufmerksamkeitsfokus und brachte glücklicherweise dadurch die sechs isländer nach berlin in den magnet club. und auch wenn der alte club an neuem ort nicht ausverkauft war, so darf man vorwegnehmen: beim nächsten mal wird er aus allen nähten platzten, denn was fm belfast dort abgezogen haben, wird von den anwesenden begeistert in die stadt und darüber hinaus getragen.</p>
<p>der ganze wahnsinn startet mit &#8220;i can feel love&#8221; und bereits nach 2 minuten geht die halbe zuschauermenge &#8220;down, down, down&#8221; um danach wieder hochzuspringen. die 5 herren der band sind anfangs noch mit fliege und hemd bekleidet, werden aber das konzert nur in unterhemd und boxershort beenden. der bühnenhintergrund gehört dem tänzer, der stark an bez von den happy mondays erinnert. er erfüllt seinen zusätzlichen zweck als minimaler percussionist, was teilweise sinnlos erscheint aber durchaus lustig anzuschauen ist. fm belfast wirkt als freundschaftliches kollektiv mit all den verrücktheiten, freiheiten und selbstverständlichkeiten. berührungsängste und abstand, fehlanzeige! das publikum muss band werden, und umgekehrt.</p>
<p>es geht weiter mit &#8220;frequency&#8221;, &#8220;underwear&#8221; und &#8220;synthia&#8221; und die jungs ziehen ihre stimmen immer weiter in bee-gees-hafte höhen. mit soviel akustischer fläche reißen sie auch immer wieder die stimmung nach oben, so dass das einzige weibliche mitglied lóa hlín hjálmtýsdóttir zeiweise untergeht. als coverversionen werden noch &#8220;the teenagers&#8221; und &#8220;rage against the machine &#8220;(via lotus) mit oben draufgepackt. dem einsetzende affengeschrei auf der bühne, folgt die frage des sängers arni vilhjálmsson: &#8220;do you know where you are?&#8221; und dabei wandert die rock&#8217;n'roll-hand in die menge während guns n&#8217;roses &#8220;welcome to the jungle&#8221; endlich alles wegreißt.</p>
<p>hier treffen rock und 80s auf elektronischen indiepop und das wird so eloquent und mit einer selbstverständlichkeit vermischt, dass das lachen nicht mehr zu stoppen ist. &#8220;par avion&#8221; markiert dann den abschluß sowie den höhepunkt des abends. am ende gehen alle &#8220;down down down&#8221; und alle springen wieder auf. eine mitsingende menge, die zusammen mit fm belfast gerne per flugzeug gen karibik fliegen möchte und zu 100% auf dem nächsten konzert landen wird.</p>
<p>weitere infos: <a href="http://www.fmbelfast.com/" target="_blank">www.fmbelfast.com</a></p>
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		<title>Blockflöte des Todes &#8211; Wenn Blicke Flöten Könnten [CD-Review]</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 14:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bene</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
vö: 30.04.2010
web: www.blockflötedestodes.de
label: wannsee  records
egal ob auf dem fahrrad durch die frühlingsluft, beim kaffeetrinken in  der wg-wohnküche oder beim zähneputzen vor dem badespiegel, die  songzeilen von &#8220;wenn blicke flöten könnten&#8221; und vor allem die damit  verbundenen geschichten sind ins hirn gestanzt und gehen nicht mehr weg.  eine leicht amüsierter zustand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/100430_080105.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-201" src="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/100430_080105.jpg" alt="" width="94" height="94" /></a></p>
<p>vö: 30.04.2010</p>
<p>web: <a href="http://www.blockfloetedestodes.de" target="_blank">www.blockflötedestodes.de</a></p>
<p>label: <a title="www.wannsee-records.de" href="http://www.wannsee-records.de/" target="_blank">wannsee  records</a></p>
<p>egal ob auf dem fahrrad durch die frühlingsluft, beim kaffeetrinken in  der wg-wohnküche oder beim zähneputzen vor dem badespiegel, die  songzeilen von &#8220;wenn blicke flöten könnten&#8221; und vor allem die damit  verbundenen geschichten sind ins hirn gestanzt und gehen nicht mehr weg.  eine leicht amüsierter zustand ist damit konstant garantiert, wenn die  &#8220;blockflöte des todes&#8221; (mit richtigem namen matthias schrei) loslegt.  herausgekommen sind 16 songs, die anmuten wie von funny van dannen oder  olli schulz, ebenfalls mit wenig blockflöte aber viel akustikgitarre und  jeder menge guter unterhaltung im positivsten sinn.</p>
<p>das ganze spektakel startet mit dem you-porn-abhängigen mitbewohner und  geht dann über gescheiterten selbstmord, sexgöttern, morgenurin-kur,  flughafen-komplimenten à la &#8220;winson&#8221; und den vorteilen des krücken  tragens bis hin zur mädchenhaar-allergie. gewürzt ist dies mit jeder  menge ironie, sarkasmus und musikalisch immer entsprechend dramatisch,  schrammelig oder kitschig untermalt. der schlachthof darf mit dem tag  des offenen tiers, wie bei &#8220;wizo&#8221; auch nochmal ins musikalische  rampenlicht und die gez bleibt weiterhin feind der jungen  mediengeneration.  das pms der freundin sowie der damit verbundene  beziehungsstreß sollte natürlich auch nicht fehlen und somit jagt die  blockflöte weiter durch die kleinen alltäglichen kuriositäten und deren  verqueerten momenten. höhepunkt sind dann die schmarotzenden, jungen und  schönen berliner mädchen auf ihrem feldzug durch die clubs der stadt  immer auf der suche nach dem opfer mann. dazu kommt noch die  drogenbeschaffung, welche durch fairtrade-koks finanziell immer  unangenehmer wird.</p>
<p>das ganze macht soviel spaß und lässt selbst beim fünften mal hören  immer noch die mundwinkel nach hinten und oben zucken, vor allem und  auch weil weiterhin neue nuancen, textverweise und humorstücke gefunden  werden sollen und dürfen. damit hat der noch lebende teddybär sicher  keinen grund sich die plüschadern aufzuschlitzen, denn so funktioniert  amüsanter tiefgang nachhaltig.</p>
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		<title>Monday is weekend now – thepharmacy@westgermany</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 13:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[„What are you going to do with your life?“
Diese Wörter schallt es in bester Ramonesmarnier von der kleinen Bühne des West Germany.  Die Antwort steht zu diesem Zeitpunkt bereits fest: Tanzen! Tanzen! Tanzen!
Zugegeben: es ist Montag. Nach einem ausgiebigen Wochenende kostet es viel Mühe und Überwindung wieder zu einem Konzert zu gehen, noch dazu, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„What are you going to do with your life?“</p>
<p>Diese Wörter schallt es in bester Ramonesmarnier von der kleinen Bühne des West Germany.  Die Antwort steht zu diesem Zeitpunkt bereits fest: Tanzen! Tanzen! Tanzen!</p>
<p>Zugegeben: es ist Montag. Nach einem ausgiebigen Wochenende kostet es viel Mühe und Überwindung wieder zu einem Konzert zu gehen, noch dazu, da es einem das West Germany als „newcomer“ nicht allzu leicht macht: von außen bloß eine Nummer. 133. Eine unscheinbare Tür. Dann noch in den dritten Stock. Doch wer es an diesem Tag geschafft hatte, sollte nicht enttäuscht werden!</p>
<p>Die Vorband „The Mokkers“, obwohl Berliner, mussten wegen der Vulkanasche absagen. Die Gitarristin der Band, hatte sich in New York verschanzt. Der Ersatz: DJ Tanzmaus (tja&#8230;ihr denkt euch jetzt vermutlich dasselbe wie ich). Dieser brachte auch allenfalls die Mäuse im Club zum Tanzen.</p>
<p>Dann jedoch The Pharmacy, die mit einem (am Ende zerstörten) Drumset, einer E-Orgel, E-Gitarre und Gesang, sprich 60’s Beats zum Shaken, ruhigen Balladen zum Verschnaufen und Punkrock zum Abgehen ihr neuestes Album „Weekend“ vorstellten. Wer am Ende von den drei sympathischen Jungs aus Seattle noch eine LP, oder vielleicht noch besser eine Musikkassette ergatterte, war gut beraten, denn: mit The Pharmacy wird Montag zum Wochenende!</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/pharmacy.jpg"><img class="size-full wp-image-187 aligncenter" src="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/pharmacy.jpg" alt="" width="326" height="459" /></a></p>
<p>The Pharmacy on myspace: <a href="http://www.myspace.com/pharmacy">http://www.myspace.com/pharmacy</a></p>
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		<title>Caribou &#8211; Swim [LP-/CD-Review]</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 10:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bene</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[berghain]]></category>
		<category><![CDATA[caribou]]></category>
		<category><![CDATA[city slang]]></category>
		<category><![CDATA[four tet]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
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vö: 16.04.2010
web: www.caribou.fm
label: city slang
selten hat ein album seine strahlen und seine bewegungen so  vorausgeschickt wie caribous &#8220;swim&#8221;.
bereits der opener &#8220;odessa&#8221; schwirrte schon vor monaten im netz, es  folgte &#8220;sun&#8221; mit dazugehörigem remix-contest. zusätzlich gab es  auffällig viele begeisterte empfehlungen in sozialen netzwerken und die  ankündigung zu exklusiven live-auftritten wie zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/100416_073706.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-179" src="http://www.huldigungderkuenste.de/blog/wp-content/uploads/100416_073706.jpg" alt="" width="94" height="94" /></a></p>
<p>vö: 16.04.2010</p>
<p>web: <a title="www.caribou.fm" href="http://www.caribou.fm/" target="_blank">www.caribou.fm</a></p>
<p>label: <a title="www.cityslang.com" href="http://www.cityslang.com/" target="_blank">city slang</a></p>
<p>selten hat ein album seine strahlen und seine bewegungen so  vorausgeschickt wie caribous &#8220;swim&#8221;.<br />
bereits der opener &#8220;odessa&#8221; schwirrte schon vor monaten im netz, es  folgte &#8220;sun&#8221; mit dazugehörigem remix-contest. zusätzlich gab es  auffällig viele begeisterte empfehlungen in sozialen netzwerken und die  ankündigung zu exklusiven live-auftritten wie zum beispiel im berliner  berghain (28.04.2010). alte fans von caribou genauso wie neubegeisterte geben sich  hier die empfehlungsklinke in die hand und so darf &#8220;swim&#8221; mit aller  zuversicht, hoffnung und vorfreude aufgenommen werden in den kreis der  großen. dies ist eines der besten alben des jahres. und auch wenn four  tets im januar veröffentlichte lp &#8220;there is love in you&#8221; den maßstab  sehr hoch gelegt hat, so schiebt das 5. studioalbum von caribou aka dan  snaith diese grenzen noch ein stück weiter.</p>
<p>das motiv des schwimmens ist in allen 9 songs eingewoben. es klingt  förmlich nach einem heißen sommertag an dem man aus dem wasser steigt  und alles glitzert, fließt und flimmert in seiner schönsten art. &#8220;sun&#8221;  ist dazu der soundtrack. &#8220;lalibela&#8221; der zugehörige wind in choraler  vertonung.  es ist ein stetiges vor und zurück in form von bewegungen  nach allen seiten. schwingende stereosoundstrukturen umschlingen wie  wasser die grundbeats und geben der flüssigen dynamik noch mehr kraft.  dazu funktioniert dan snaiths stimme teilweise begleitend, teilweise als  eigene schwebende kraftgebende masterebene. diese singt von den  lebensveränderungen, einem neuanfang, der aufgabe des gewohnten und der  formbarkeit dessen was noch kommen mag. völlig unmathematisch geht dabei  der doktor der mathematik  vor und schafft damit ein album, welches  mit seinen feinsten leichtbeschwingtesten elektronischen möglichkeiten  klickend, summend und schwingend umarmt und weg zieht in die träume.</p>
<p>leave house!</p>
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		<title>Davids souveräner Finger</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 21:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[bildende kunst]]></category>
		<category><![CDATA[galerie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die PMGalerie, die von den beiden Französinnen Julie Grosche und Aurélia Defrance geleitet wird, besteht seit 2009 im Norden des Schillerkiezes, der derzeit eine ähnlich aufstrebende Entwicklung durchmacht wie zuletzt der, zwei U8-Stationen entfernte, Reuterkiez. Für eine nichtkommerzielle Galerie ist sie erstaunlich geräumig und gestattet es den Galeristinnen sie sowohl als Ausstellungsraum wie Künstler-Residenz zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die PMGalerie, die von den beiden Französinnen Julie Grosche und Aurélia Defrance geleitet wird, besteht seit 2009 im Norden des Schillerkiezes, der derzeit eine ähnlich aufstrebende Entwicklung durchmacht wie zuletzt der, zwei U8-Stationen entfernte, Reuterkiez. Für eine nichtkommerzielle Galerie ist sie erstaunlich geräumig und gestattet es den Galeristinnen sie sowohl als Ausstellungsraum wie Künstler-Residenz zu nutzen. Gewöhnlich wohnen Grosche und Defrance für einen Monat zusammen mit dem jeweiligen Künstler, bevor dessen Arbeiten, die während der Residenz entstehen, für einen Monat in der Galerie dem kritischen Blick der Berliner Bohème standhalten müssen. So wird eine Dynamisierung, Intensivierung, Reflexion und Neuaushandlung der Beziehung von Kuratoren und Künstlern möglich, da beide Parteien ungewohnt eng miteinander unter einem Dach leben und arbeiten.</p>
<p>Der Tscheche Martin Kohout stellt uns in seiner ersten Berliner Solo-Show <em>FAQ</em>: frequently asked questions. In fünf Arbeiten untersucht er das Beziehungs- und Bedeutungssnetz zwischen Gedanken, Sprache, Wissenschaft, immer im Hinblick auf die Möglichkeit ihrer Präsentation, die selbst stets eine (genormte) Form von Kommunikation darstellt. Wie verhält sich eine Idee oder ein Gedanke zur Möglichkeit ihrer oder seiner Artikulation? Ist Artikulation ohne eine zwangsläufige Einordnung in ein regelhaftes System, die jede Präsentation in einen determinierten und determinierenden Kontext setzt, überhaupt möglich?</p>
<p><a href="http://www.pmgalerie.com/files/gimgs/20_lolax-12.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.pmgalerie.com/files/gimgs/20_lolax-12.jpg" alt="" width="526" height="351" /></a></p>
<p>In der Videoarbeit <em>Six Days in Life of Sandra Lolax</em> sieht man nur die Hände der „Protagonistin“ mit denen sie versuchen soll darzustellen, was sie am Tag erlebt hat. Sie benutzt dabei keine „offizielle“ Zeichensprache sondern entwickelte, während der Treffen in denen Kohout ihre Hände filmte, intuitiv eine „eigene“ bildhafte Fingersprache, in der sie uns nun, erfreulich ausdrucksstark und ansprechend, adressiert.</p>
<p>In <em>A Ride Through: Haiti: 360°</em>, einer Arbeit, die sich eine neue Technik von CNN aneignet, mit der man sich, ähnlich wie bei der Ultranahaufnahme bei Google Maps, auf eine bewegte Tour durch das erdbebenzerstörte Haiti begeben und mit dem Cursor während der Fahrt die Blickrichtung frei bestimmen kann. Kohout nimmt uns in seiner Präsentation dieser Fahrt glücklicherweise die Entscheidung zum selbstbestimmten Voyeurismus-Konsum ab und erlöst uns, zumindest für 3 Minuten und 25 Sekunden, durch einen Blickwinkel, der lediglich sich um sich selbst drehenden blauen Himmel erkennen lässt, von unserer Rolle als Post-Erdbeben-Katastrophentourist. Auch wenn im Ausstellungstext der Cursor als „sovereign finger“ bezeichnet wird, der, im Sinne CNNs, die individuelle Fähigkeit zur Kontrolle der Bilder weiterentwickeln soll, wird klar, dass in <em>A Ride Through: Haiti: 360°</em> immer noch der Künstler und nicht der User der eigentliche König ist.<em> </em></p>
<p style="text-align: left"><em>Poodles</em> sind zwei im Internet aufgefundene Bilder der beiden Metalle Uranium 2068 und Gallium, die uns zunächst auf der Abbildung selbst, in einer seltsam festlich bis andächtig anmutenden Geste, auf den Handflächen der glücklichen Uranium- und Galliumbesitzer präsentiert werden, wobei das temperaturempfindliche Gallium bereits in der Hand zu schmelzen beginnt. Im Ausstellungsraum der PMGalerie präsentiert uns Kohout das Bild selbst ein weiteres und noch ein Mal in dem er in dieser Arbeit, die trotz oder wegen der verwendeten einfachen Materialien ein Gefühl von kostbarer Zerbrechlichkeit erzeugt, das Internetbild auf eine Folie ausdruckt, die er auf einer anderthalb Meter langen Glasscheibe befestigt und diese, schräg an die Wand gelehnt, auf einem länglichen, viereckigen Styroporstück platziert.</p>
<p><a href="http://www.pmgalerie.com/files/gimgs/20_david-12.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.pmgalerie.com/files/gimgs/20_david-12.jpg" alt="" width="526" height="350" /></a></p>
<p>Auch Zauberer und 80s-Ikone David Copperfield hat einen göttlich-souveränen Finger mit dem er seine fiesen Tricks auszuführen vermag. In <em>david</em> deutet er mit seinem magischen besten Stück auf uns, die Galeriebesucher. Verschmitzt grinst er uns, ins unendliche geloopt, vom großen Flatscreen an. Ich bin mir ziemlich sicher: David knows all the answers to our most frequently and urgently asked questions.</p>
<p><a href="http://www.martinkohout.com/" target="_blank">Martin Kohout</a>: FAQ</p>
<p><a href="http://www.pmgalerie.com/" target="_blank">PMGalerie</a>: 06. &#8211; 20.03</p>
<p><a href="http://vimeo.com/9870361">Six Days in Life of Sandra Lolax</a></p>
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		<title>Palast Orchester im Festsaal</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 00:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[hdk]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>

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		<description><![CDATA[Klänge, die zwischen Lounge, Motown und Hip-Hop oszillieren, erschafft das Afia Asabre Palast Orchester.
Was manch einer daheim als Schmusi-Musi bezeichnet, ist live eine Offenbarung. Das AAPO-Kollektiv besteht aus zwei Beat- und Soundtüftlern, die zusammen mit einem Schauspieler und einem Musikwissenschaftler in den Festsaal Kreuzberg kommen, um jegliche Genre-Grenzen hinter sich zu lassen, um dann mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klänge, die zwischen Lounge, Motown und Hip-Hop oszillieren, erschafft das Afia Asabre Palast Orchester.</p>
<p>Was manch einer daheim als Schmusi-Musi bezeichnet, ist live eine Offenbarung. Das AAPO-Kollektiv besteht aus zwei Beat- und Soundtüftlern, die zusammen mit einem Schauspieler und einem Musikwissenschaftler in den Festsaal Kreuzberg kommen, um jegliche Genre-Grenzen hinter sich zu lassen, um dann mit zahlreichen Querverweisen garnierte Trips auf die verblüffte berliner Szene los zu prassen.<br />
28soundstoescape (Felix Lüke), Peter Pun, MP Kit und der PinkRobbat (Daniel Freitag) nehmen euch mit ihrem<br />
Megaphon auf eine Beat-lastige Reise in die stets unterbewusste Gegenwart.<br />
Klatschen, staunen, kopfnicken: Die Party vor der Party!</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/afiaasabrepalastorchester" target="_blank">http://www.myspace.com/afiaasabrepalastorchester</a></p>
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