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monatsarchiv für September 2010

das zimmer oder die macht des fernsehens
am Montag, den 20. September 2010 von martin

kaum etwas macht so stumpf wie stumm dasitzen und sich dem flimmern einer kleinen kiste hinzugeben. faszination und abneigung gegen bewegte bilder sind längst alltäglich.

pipilotti rist vergegenwärtig diesen konflikt mit einer eindrucksvollen installation: das zimmer bietet überdimensionale große sitzmöbel und lädt zum verweilen ein. der fokus ist auf einen fernseher gerichtet und die schuhkarton-große fernbedienung liegt bereit. ein knopfdruck und los geht es. verschiedene kurzfilme spielen sich ab, die inhalte so bunt wie das leben. das perfekte szenario um berieselt zu werden. erschreckend ist nur der spiegel, der dem betrachter zwischen zwei filmen vorgehalten wird. denn eine kamera bringt ans licht, was sonst verborgen bleibt: der anblick eines menschenn der reglos konsumiert was ihm geboten -> weiter lesen

Kategorie museum, video | 0 Kommentar »

Kulturelle Schnitzeljagd durch Neukölln
am Freitag, den 17. September 2010 von lorenz

Zwar schreitet die so genannte Gentrifizierung in Neukölln munter voran, streckt sich von Kreuzkölln bzw. dem Reuterkiez über den Hermannplatz und den Flughafenkiez bis hin in dem eher südlichen Teil rund um die Ringbahnstationen Hermannplatz und Neukölln. Jedoch ist bei diesem soziodemographischen Prozess, von dem bereits seit einiger Zeit alle reden, bezogen auf Neukölln ein klares Nord-Süd-Gefälle zu entdecken: Lässt sich Kreuzkölln mittlerweile kaum noch von Kreuzberg unterscheiden, bietet es doch tatsächlich eine Inflation von neu eröffnenden Galerien, Bars und Cafés, so nimmt die kulturelle Dichte mit der weiteren Entfernung von Berlins Mitte stetig ab. So also der gegenwärtige Zustand. “Noch” -> weiter lesen

Kategorie galerie | 0 Kommentar »

Berlin Festival 2010
am Mittwoch, den 8. September 2010 von lorenz

Das Berlin Festival gibt es nun schon seit fünf Jahren, auch wenn dies nur wenigen der – größtenteils – Wahlberliner bewusst sein mag, debütierte es doch bereits im Jahre 2005 – damals noch recht klein, zunächst ein paar Hundert und schließlich ein paar Tausend Besucher zählend. Bis 2007 residierte es noch auf einer Sportanlage mit verlassen erscheinendem Schwimmbereich unweit des Hauptbahnhofs, offenbarte eine intime und durchaus sympathische Stimmung mit Indie-Lieblingen wie Tocotronic und The Go!Team und bat zusätzlich ein ordentliches elektronisches Nachtprogramm im anliegenden Tape-Club. Umso enttäuschender erschien der Ausfall des Festivals im darauffolgenden Jahr, -> weiter lesen

Kategorie musik, party | 5 Kommentare »

Bruce Nauman – Dream Passage
am Samstag, den 4. September 2010 von florian

Funktionsweise und Grenzen der menschlichen Wahrnehmung aufzeigen – das sind zwei zentrale Bestandteile in der Arbeit des amerikanischen Konzeptkünstlers Bruce Nauman. Neben zahlreichen Arbeiten, die schon seit längerem als Teil der Flick-Sammlung in Berlin zu sehen sind, zeigt das Berliner Museum für Gegenwartskunst nun eine große Werkschau Naumans mit dem Titel „Dream Passage“. Ich möchte mich nachfolgend zwei Installationen ein Stück nähern, in der Hoffnung, einen Besuch dieser, durchaus lohnenswerten Ausstellung anzuregen.

Bruce Nauman, »Clown Torture« (1987)
Die Installation »Clown Torture« begegnet dem Besucher schon lange bevor er den Kubus betritt, dessen Wände die der Installation zugehörigen Videobilder beherbergen. Aus dem in der historischen Halle des Hamburger Bahnhofs zentral platzierten Würfels dringt ein Gewirr -> weiter lesen

Kategorie bildende kunst, museum | 0 Kommentar »

Krakow Loves Adana
am Donnerstag, den 2. September 2010 von lorenz

Gerade in unserem Zeitalter der technischen und damit einhergehenden musikalischen Perfektion, in dem nahezu jedes Studioalbum so durchproduziert ist, dass man nicht mehr genau weiß, wo denn nun die Software nachgeholfen hat und wo wir es noch mit echtem, reinen musikalischen Können zu tun haben, scheint der insgeheime Wunsch nach eben – wann man es so nennen will – wahrer und reiner Musik größer zu werden. Einige Bands enstanden in der letzten Zeit, die veruschen, der Elektronisierung und Standardisierung unserer Mainstream-Musik entgegenzuwirken. Eine von ihnen, die seit einiger Zeit erste Wellen schlägt, ist das Freiburger Duo Krakow Loves Adana.

In minimalistischer -> weiter lesen

Kategorie konzert, musik | 1 Kommentar »


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