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monatsarchiv für Oktober 2010 « Vorherige Einträge

Die Pfaueninsel
am Freitag, den 29. Oktober 2010 von paula

Während es in der Stadt klamm und zugig wird und sich alles in sich selbst zusammenzuziehen scheint, raschelt außerhalb das Herbstlaub. In allen möglichen Facetten von rot und gelb tanzt es auf den Wegen und schwebt über den Asphalt. Der Wind holt die Blätter von den Bäumen, die sich in ihm dem Winter entgegen wiegen. Es ist Zeit, ein letztes Mal in diesem Jahr raus zu fahren aus der Stadt, bevor man sich nur noch verkriechen will. Ein letztes mal auf, Richtung Potsdam, zum Wannsee, um dann, kurz bevor man in Brandenburg angelangt ist, auf die Fähre umzusteigen. Die Fahrt dauert wohl nicht einmal fünf Minuten und führt einen dennoch in eine neue -> weiter lesen

Kategorie bildende kunst | 0 Kommentar »

Body-to-body engagemenet – Entdecke Bewegungsmöglichkeiten in einer Kontaktimprovisation
am Mittwoch, den 27. Oktober 2010 von slava

du liegst am boden, bewegungslos, alle muskeln sind entspannt. dein körper ist frei, bereit und wartend. Du vertraust einem unbekannten – deinem übungspartner. Er nimmt dein bein und malt damit unsichtbare kreise in die leere, pinselt flecke in die luft, spielt. Ab und zu spannst du ein körperteil an, dann einen anderes, verschiedene körperteile gleichzeitig – es entstehen kustfiguren, neue formen. dann lässt du alle körperglieder fallen, zerstörst das bild, liegst wieder bewegungslos und wartest – auf deinen übungspartner. Du vertraust ihm, seiner bewegungsimagination, seiner kraft, seiner nähe, obwohl du ihn nicht kennst. ihr seid euch -> weiter lesen

Kategorie tanz | 0 Kommentar »

Farsan (Balls) im Kulturhus Berlin
am Dienstag, den 26. Oktober 2010 von birte

Aziz, Mitt-60er und Fahrradmonteur, ist ein Mann durch und durch; hantiert er doch tagtäglich mit verrosteten Fahrradketten und in die Jahre gekommenen 24-Gangschaltungen, steht seinen Freunden mit Rat und Tat in Sachen Sex-Leben beiseite und springt auch schon einmal ein, wenn es da heißt, den vollen Mann mit hartem Kern aus seinem Chef herauszukitzeln. Daneben profiliert er auch noch bei Besuchen des Döner Kebab-Imbisses von seinen Kampfkünsten. Doch leider stehen die Frauen dann doch nicht so auf seine direkte Art…

Ganz anders sein Sohn Sami, impotent, der es nicht wagt, seinem Vater von der Adoption eines Kindes zu erzählen, so wie er es mit seiner Freundin Amanda geplant hat, sondern seinem Vater immer wieder Amandas Schwangerschaft vorgaukelt.

Jörgen hingegen, eigentlich treuer Rennradfahrer, natürlich nie ohne Helm, und Tantra-Sex-Anhänger, fühlt sich -> weiter lesen

Kategorie film | 0 Kommentar »

Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte
am Montag, den 25. Oktober 2010 von julia

Wie begeistert man den gemeinen Kinobesucher in einer Zeit, in der „In-Touch“-Auflagegaranten wie Amy Winehouse den Prototypen des Rockstars und einsamen Genies darstellen, für das Lebenswerk des französischen Ausnahmekünstlers Serge Gainsbourg? Zumal eben jener vor allem der jüngeren Generation vorrangig aus RTL-Formaten bekannt sein dürfte, in denen der Skandalsong „Je T’aime… Moi Non Plus“ den Kommentatoren immerhin noch eine Erwähnung in den „Top 50 der besten Lovesongs aller Zeiten“ wert ist?

„Nicht noch ein Musiker-Biopic!“, nörgelt der pessimistische Popfan. Na und ob! Comiczeichner und Regisseur Joann Sfar wagte sich an das Mammutprojekt, das bewegte Leben des großen Barden auf Zelluloid zu bannen, und fand dabei seine Erfüllung im Pappmaché.

Bereits die Eröffnungssequenz macht deutlich, dass sich dem Chansonnier zwar mit -> weiter lesen

Kategorie film | 0 Kommentar »

Im Pool
am Freitag, den 22. Oktober 2010 von paula

Berlin Mitte steckt voller Galerien, die sich zwischen Designerläden und Szenecafés zu behaupten suchen. Viele von ihnen sind bunt und laut und haben eine Art Kunst für sich entdeckt, die mir häufig aufgeregt anstrengend zu sein scheint. Hier wird derart zwanghaft nach der Postmoderne gesucht, dass man bei all der Hektik das Naheliegende übergeht. Ein bedauerlicher Zustand, wo unsere Zeit der Kunst doch die größtmöglichen Optionen gewährt und bewusst Raum für offene Fragen lässt.

Wie beruhigend und angenehm ist es da, wenn jemand den Mut hat, die offenkundigen Fragen zu stellen und uns mit der Kunst und ihrer Bedeutung im Heute und Jetzt zu konfrontieren. Schon bevor man die -> weiter lesen

Kategorie bildende kunst, galerie | 3 Kommentare »

B wie Bulgarisches Theater
am Donnerstag, den 21. Oktober 2010 von slava

Von außen erinnert das Gebäude des russischen Kulturhauses an die massiven Architekturbauten der 60er Jahre – kalt, farblos, ausladend. Am Eingang, nach der elektronischen Sicherheitskontrolle, begegnet einem der nicht-deutschsprachige Türsteher mit ernstem Gesicht und schneidendem Blick. Im Foyer herrscht jedoch eine ziemlich warme, kuschelige Atmosphäre. Aufgeregte Gäste gestikulieren und warten darauf, dass die Tür des so genannten Großen Saals aufgeht.

Gespielt wird die Komödie „Les folies du samedi soir“ (1978) des französischen Dramaturgen Marcel Mithois, und zwar auf Bulgarisch. Das deutsche Publikum dürfte Mithois mit der Komödie „Frühling im September“ kennen gelernt haben.

An diesem Sonntagabend sind jedoch die wenigsten unter den Gästen deutsche -> weiter lesen

Kategorie theater | 0 Kommentar »

Tanzperformance “Die Entscheidung”
am Mittwoch, den 20. Oktober 2010 von beate

Das Bühnenbild ist ausgefallen, schaut aus wie ein kleiner Golfplatz, über dem ein überdimensionaler Schläger baumelt. Aus den Löchern steigen langsam und wunderschön kunstvoll einzelne Körperteile, Arme schlängeln elegant über den Kunstrasen, Beine lugen vorsichtig heraus, dann zappeln ganze, halbnackte Körper hervor und schließlich auch die Köpfe. Der Anfang war mein Glanzpunkt und ich war erstaunt, wie etwas das so gut anfängt, schließlich leider langweilig, da beliebig und sich kaugummihaft in die Länge ziehend, enden kann. Davon gibt es auch nicht viel zu berichten, die Tänzer – nun in Anzügen gekleidet – laufen im Verlauf des Stückes mal schnell, mal langsam ernst dreinschauend von einer Ecke zur -> weiter lesen

Kategorie tanz | 0 Kommentar »

Othello
am Montag, den 18. Oktober 2010 von henrike

Was ein Mensch so alles kann, ganz allein, ohne dass die anderen ihn unterstützen wollen, das ist in „Othello“ von William Shakespeare zu sehen.

Ein einzelner, ein blonder, junger, schmaler, gehorsamer Schwächling, der neben seinem massigen Herrn steht, absolute Loyalität schwört und präsentiert. Er folgt den Schritten der anderen und nur, wenn sie gerade nicht hinsehen, guckt er ihnen schnell über die Schultern und weiß Bescheid. Ahnt ihre Motivationen und Schwachpunkte. Er braucht nicht lange dafür, er ist wahnsinnig flink.

Mit den Augen immer bei denjenigen, auf die er angewiesen ist und schließlich, wenn er allein ist, auch nicht bei sich, sondern darauf aus, die Handlung voranzutreiben. Weil er die Handlung spinnt. Er wurde mit der Gabe ausgestattet, den Überblick zu haben und er nutzt sie nicht nur aus Wut, sondern vor allem, weil es ihm Spaß macht. -> weiter lesen

Kategorie theater | 0 Kommentar »

Schlagzeug, blinkende Synthesizer und obskure elektronische Klangerzeuger
am Dienstag, den 12. Oktober 2010 von martin

Sebastian Arnold: Er ist die Band. Verspielt und ein wenig verrückt steht er auf der Bühne wie in einem Klanglaboratorium und ist dabei ganz in seinem Element. Alle Instrumente werden ausschließlich von ihm selbst bedient.

Musik als Handwerk ohne Laptop und Playback – Sebastian Arnold erarbeitet sich seinen Groove immer wieder von Grund auf, generiert die Bassline aus Oszillatoren und Stimmen, steuert den Synthesizer mit Trommelschlägen und improvisiert anschließend weitläufig über seine Loopschleifen. Der Puls von Elektronischer Tanzmusik trifft auf das weite musikalische Spektrum von Postrock und Indietronica. Die Rhythmen der -> weiter lesen

Kategorie hdk, konzert, musik | 0 Kommentar »

Parus
am Dienstag, den 5. Oktober 2010 von lorenz

Bereits zu Beginn dieses Jahres spielte die Berliner Band Parus – damals noch unter dem Namen Les Titz Grands – auf der ersten hdk-Party im Raum 18. Damals überzeugte sie mit einer interessanten, wenn nicht gar brillianten Mischung aus tanzbaren elekronischen Klängen, New Wave-Elementen und markantem Gesang. Mit ihrer Musik knüpft Parus an zu Unrecht leider teils vergessene musikalischen Stile an, transferiert diese in unsere eher aktuellen elektronischen Musikgewohnheiten und offenbart dabei noch ein Maß an Originalität, welches das gewisse Extra bringt, welches diese -> weiter lesen

Kategorie konzert, musik | 1 Kommentar »

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