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Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst 2012
am 28. April 2012 von anna

KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69
10117 Berlin

27. April – 1. Juli 2012

Die Berlin Biennnale findet im zweijährigen Rhythmus seit 1996 an wechselnden Standorten in Berlin statt. Die Gründer des Vereins berlin biennale für zeitgenössische kunst e.v. verstehen das Projekt als eine experimentelle Plattform, welche die Kommunikation zwischen den Künstlern, Kuratoren, Veranstaltern und der breiten Öffentlichkeit herstellt und fördert.

Artur Żmijewski, der diesjährige Kurator der mittlerweile siebten Kunstausstellung thematisiert die Wechselwirkungen zwischen Politik und Kunst. Brisante Themen, wie die gescheiterte Revolution in Ägypten, die Auswirkungen der Diktatur in Weißrussland auf die Bevölkerung oder die Drogenkriege in Mexiko werden aufgegriffen und anhand von Fallbeispielen erörtert.

Einiges Kopfzerbrechen bereitete mir die Aufgabe, ein passendes Motiv für die aktuell angelaufene BerlinBiennale 2012 zu finden. Einen Artikel über die Biennale für zeitgenössische Kunst, welche sich der bildenden Kunst versagt und explizit keine Bilder produziert, zu visualisieren, ist eine Kunst für sich.

Wie malt man Gewalt? Wie zeigt man Menschen, welche niemals mit Gewalt in Berührung gekommen sind, wie Schmerz und Unrecht sich anfühlen?

Man kann Gewalt fotografieren oder filmen. Doch bei jeder Dokumentation von Gewaltszenen stellt sich zwangsläufig die Frage – Warum hat der Bildermacher nicht in das Geschehen eingegriffen? Was hat ihn dazu bewogen den passiven Part des Szenarios zu übernehmen?

War es die Angst um die eigene Sicherheit? War es Profitdenken? Oder einfach die Sensationsgeilheit, welche uns durch die aktuelle Medienlandschaft täglich eingeimpft wird?

Warum stehen die Menschen täglich durchschnittlich eine Stunde vor dem eigenen Spiegelbild? Und warum verschließen sie ihre Augen vor dem Unrecht, täglich immer wieder aufs Neue?

Wir wussten schon lange, dass viele politische Ereignisse erst durch den künstlerischen Ausdruck sichtbar gemacht wurden. Gehör gefunden haben. Unsere Seele berührt haben.

Ist jedoch auch ein Umkehrschluss denkbar? Kann Kunst das politische Geschehen lenken? Blutige Auseinandersetzungen verhindern, bevor diese statt finden? Gar die Welt verändern?

Das gilt es herauszufinden. Wir werden sehen. Meanwhile, make love
… not war!

„In nichts nachgeben, was die Gerechtigkeit betrifft, und auf nichts verzichten, was die Freiheit angeht.“ sagte Camus seinerzeit und hat mit dieser Formulierung eine universelle Forderung aufgestellt, gültig für alle Zeiten und heute aktueller denn je.

https://nash-dom.info/video/police/

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anna studierte Architektur in Berlin, möchte hier jedoch über die schönen Künste im weitesten Sinne berichten. Sie fasziniert vor allen Dingen die selbstreflexive Kraft von Kunst.
-> weiteres


der beitrag wurde am Samstag, den 28. April 2012 um 19:25 uhr veröffentlicht und wurde unter bildende kunst abgelegt. du kannst die kommentare zu diesen eintrag durch den RSS 2.0 feed verfolgen. du kannst einen kommentar schreiben oder einen trackback auf deiner seite einrichten.


eine reaktion zu “Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst 2012”
  1. Open am 25. September 2014 um 15:26 uhr

    This is way better than a brick & mortar eslsbtiahment.

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