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Blockflöte des Todes – Wenn Blicke Flöten Könnten [CD-Review]
am 30. April 2010 von bene

vö: 30.04.2010

web: www.blockflötedestodes.de

label: wannsee records

egal ob auf dem fahrrad durch die frühlingsluft, beim kaffeetrinken in der wg-wohnküche oder beim zähneputzen vor dem badespiegel, die songzeilen von “wenn blicke flöten könnten” und vor allem die damit verbundenen geschichten sind ins hirn gestanzt und gehen nicht mehr weg. eine leicht amüsierter zustand ist damit konstant garantiert, wenn die “blockflöte des todes” (mit richtigem namen matthias schrei) loslegt. herausgekommen sind 16 songs, die anmuten wie von funny van dannen oder olli schulz, ebenfalls mit wenig blockflöte aber viel akustikgitarre und jeder menge guter unterhaltung im positivsten sinn.

das ganze spektakel startet mit dem you-porn-abhängigen mitbewohner und geht dann über gescheiterten selbstmord, sexgöttern, morgenurin-kur, flughafen-komplimenten à la “winson” und den vorteilen des krücken tragens bis hin zur mädchenhaar-allergie. gewürzt ist dies mit jeder menge ironie, sarkasmus und musikalisch immer entsprechend dramatisch, schrammelig oder kitschig untermalt. der schlachthof darf mit dem tag des offenen tiers, wie bei “wizo” auch nochmal ins musikalische rampenlicht und die gez bleibt weiterhin feind der jungen mediengeneration. das pms der freundin sowie der damit verbundene beziehungsstreß sollte natürlich auch nicht fehlen und somit jagt die blockflöte weiter durch die kleinen alltäglichen kuriositäten und deren verqueerten momenten. höhepunkt sind dann die schmarotzenden, jungen und schönen berliner mädchen auf ihrem feldzug durch die clubs der stadt immer auf der suche nach dem opfer mann. dazu kommt noch die drogenbeschaffung, welche durch fairtrade-koks finanziell immer unangenehmer wird.

das ganze macht soviel spaß und lässt selbst beim fünften mal hören immer noch die mundwinkel nach hinten und oben zucken, vor allem und auch weil weiterhin neue nuancen, textverweise und humorstücke gefunden werden sollen und dürfen. damit hat der noch lebende teddybär sicher keinen grund sich die plüschadern aufzuschlitzen, denn so funktioniert amüsanter tiefgang nachhaltig.



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der beitrag wurde am Freitag, den 30. April 2010 um 15:59 uhr veröffentlicht und wurde unter musik abgelegt. du kannst die kommentare zu diesen eintrag durch den RSS 2.0 feed verfolgen. du kannst einen kommentar schreiben oder einen trackback auf deiner seite einrichten.

eine reaktion zu “Blockflöte des Todes – Wenn Blicke Flöten Könnten [CD-Review]”
  1. neekomm am 19. Mai 2010 um 14:22 uhr

    was nun?

    also was das Geschmiere hier immer soll!? das die hier immer alles voll schmieren müssen. da geht es doch auch nicht darum etwas schönes zu machen oder so. es geht lediglich darum sein Revier, wie ein Hund, zu markieren. es geht darum Präsenz zu zeigen, immer und überall der erste zu sein, sichtbar zu sein, gross zu sein, an den ausgefallensten orten zu sehen zu sein. es geht wohl auch darum etwas zu riskieren, um irgendwie aufzufallen. aber da muss man doch nicht jede wand, jede Jalousie, jede u-bahn Haltestelle beschmieren, oder Fenster zerkratzen oder was. also manche von den Malereien finde ich ja auch ganz schön, aber dieses Geschmiere da immer. ach der meiste kram ist doch wirklich nur zerstörung von Eigentum. ich finde das unmöglich und verstehe die Leute auch nicht die das machen.

    ich bin auf dem weg zur u-bahn – riesige Plakate an den Häuserwänden, xxl Poster an den Bushaltestellen, Fähnchen an den Straßenlaternen, Aufsteller vor den Kiosken, leuchtenden Namen über den Ladenlokalen. ich gehe runter in die u-bahn – beklebte Treppenstufen, Poster flankieren die Treppenaufgänge, Plakatwände an der Tunnelwand, mitten auf dem Bahnsteig, um die tragenden Tunnelpfeiler herum, manchmal sogar an den Treppengeländern oder als Riesen Aufkleber an der wand. ich steige in die bahn – mehrere flackernde Monitors. Plakatflächen und Aufkleber zwischendurch. ich weiss gar nicht wo ich hingucken soll. ich gehe lieber mit meinem i-phone ins internet.

    also was das Geschmiere hier immer soll!? das die hier immer alles voll schmieren müssen. da geht es doch auch nicht darum etwas schönes zu machen oder so. es geht lediglich darum sein Revier, wie ein Hund, zu markieren. es geht darum Präsenz zu zeigen, immer und überall der erste zu sein, sichtbar zu sein, gross zu sein, an den ausgefallensten orten zu sehen zu sein. es geht wohl auch darum etwas zu riskieren, um irgendwie aufzufallen. aber da muss man doch nicht jede wand, jede Jalousie, jede u-bahn Haltestelle beschmieren, oder Fenster zerkratzen oder was. also manche von den Malereien finde ich ja auch ganz schön, aber dieses Geschmiere da immer. ach der meiste kram ist doch wirklich nur zerstörung von Eigentum. ich finde das unmöglich und verstehe die Leute auch nicht die das machen.

    was nun?

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