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island sorgt mittlerweile schon seit monaten für wirbel, sei es durch staatskrise, verbranntes geld, aschewolke oder dem iceland airwaves festival. letzteres rückte fm belfast in einen größeren aufmerksamkeitsfokus und brachte glücklicherweise dadurch die sechs isländer nach berlin in den magnet club. und auch wenn der alte club an neuem ort nicht ausverkauft war, so darf man vorwegnehmen: beim nächsten mal wird er aus allen nähten platzten, denn was fm belfast dort abgezogen haben, wird von den anwesenden begeistert in die stadt und darüber hinaus getragen.
der ganze wahnsinn startet mit “i can feel love” und bereits nach 2 minuten geht die halbe zuschauermenge “down, down, down” um danach wieder hochzuspringen. die 5 herren der band sind anfangs noch mit fliege und hemd bekleidet, werden aber das konzert nur in unterhemd und boxershort beenden. der bühnenhintergrund gehört dem tänzer, der stark an bez von den happy mondays erinnert. er erfüllt seinen zusätzlichen zweck als minimaler percussionist, was teilweise sinnlos erscheint aber durchaus lustig anzuschauen ist. fm belfast wirkt als freundschaftliches kollektiv mit all den verrücktheiten, freiheiten und selbstverständlichkeiten. berührungsängste und abstand, fehlanzeige! das publikum muss band werden, und umgekehrt.
es geht weiter mit “frequency”, “underwear” und “synthia” und die jungs ziehen ihre stimmen immer weiter in bee-gees-hafte höhen. mit soviel akustischer fläche reißen sie auch immer wieder die stimmung nach oben, so dass das einzige weibliche mitglied lóa hlín hjálmtýsdóttir zeiweise untergeht. als coverversionen werden noch “the teenagers” und “rage against the machine “(via lotus) mit oben draufgepackt. dem einsetzende affengeschrei auf der bühne, folgt die frage des sängers arni vilhjálmsson: “do you know where you are?” und dabei wandert die rock’n'roll-hand in die menge während guns n’roses “welcome to the jungle” endlich alles wegreißt.
hier treffen rock und 80s auf elektronischen indiepop und das wird so eloquent und mit einer selbstverständlichkeit vermischt, dass das lachen nicht mehr zu stoppen ist. “par avion” markiert dann den abschluß sowie den höhepunkt des abends. am ende gehen alle “down down down” und alle springen wieder auf. eine mitsingende menge, die zusammen mit fm belfast gerne per flugzeug gen karibik fliegen möchte und zu 100% auf dem nächsten konzert landen wird.
weitere infos: www.fmbelfast.com
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am Freitag, den 14. Mai 2010 um 19:28 uhr veröffentlicht
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