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Krautrock ist tot! Es lebe der Krautrock.
Ihnen ist der nächste Geniestreich gelungen. Erneut verbinden sie Elemente des scheinbar längst Vergangenen mit modernsten und dazu noch unglaublich schönen Klängen elektronischer Musik. Ein Spagat zeigt sich von den 70er Jahren über Höhepunkte des Post-Punks und New-Waves hin zu dem geschickten Einsetzen elektronischer Elemente. Die Rede ist von der aus Köln stammenden und mittlerweile teilweise in Berlin beheimateten Gruppierung Von Spar, die bereits mit ihren beiden ersten Alben in der musikalischen Avantgarde große Wellen schlugen. Zunächst war es überaschend erfrischender Elektro-Punk, es folgte der krasse Wandel hin zum experimentellen Krautrock. Mit ihrem unlängst erschienenen dritten Album Foreigner scheinen sie nun wieder ein wenig strukturierter zu agieren, schaffen ein unglaubliches, fast schon episch erscheinendes Werk als Ganzes und überzeugen ferner erneut durch musikalische Einzelleistungen. Es könnte und sollte die Platte des Jahres werden! Ganz sicher für Leute, die generell eine entsprechende musikalische Affinität aufweisen. Denn man muss dazu sagen, dass nahezu komplett instrumentale Musik verständlicherweise nicht jedenmanns Sache ist. Dass Von Spar eine – wenn man es so banal sagen kann – spezielle, aber aufgrund dessen eben auch eine sehr besondere Band ist, ist nicht zu leugnen. Eine Band, die – meiner Meinung nach – defintiv noch weitere Aufmerksamkeit verdient hat, von der auch in Zukunft viel zu erwarten ist, die sich aber sicher bereits jetzt schon den einen oder anderen kleineren Meilenstein gesetzt hat.
Zum Abschluss möchte ich das Kölner Label Tomlab zitieren, das die Rolle Von Spars schön in einem Satz zusammenfasst: “Detached from the usual style issues Von Spar have exorsized the Zeitgeist and overtaken the discourse.”
Allen Berlinern, die am heutigen Samstag noch nichts vorhaben, möchte ich Von Spar und weitere in der Volksbühne empfehlen.
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am Samstag, den 10. Juli 2010 um 13:07 uhr veröffentlicht
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