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Kleinbürger
am Mittwoch, den 18. Mai 2011 von henrike

Die Familie ist der Hort der Ruhe und der Geborgenheit – hat mein Vater mir gesagt und es nie ganz ernst gemeint. Die Familie ist ja noch viel mehr. Der Hort von Ärger und Unterdrückung, Befreiung, Selbstbehauptung, Verletzung und die Familie ist schuld an den tiefsten Wunden, die einem Menschen zugefügt werden können. Diejenigen, die er nie vergessen oder einfach heilen kann.

Maxim Gorkis Stück „Kleinbürger“ zeigt einen Generationenkonflikt zwischen den Eltern (Helmut Mooshammer als Wassilij Wassiljew Bessemjonow, Barbara Schnitzler als Akulina Iwanowna), die mithilfe einer veralteten Wertordnung (Ausbildung-Hochzeit-Tod) nach ihrer Harmonie streben, die aber die Lebensplanung ihrer Kinder mit einschließt. Denn diese sollen sie ja im Alter versorgen. Die Kinder Pjotr (Ole Lagerpusch) und Tatjana (Natali Seelig) jedoch wollen und können sich dem nicht fügen. -> weiter lesen

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“Woyzeck” mit Songs von Tom Waits im Deutschen Theater
am Samstag, den 5. Februar 2011 von beate

Ein Briefwechsel:

“Liebes Deutsches Theater,

nach Ihrem Stück Woyzeck, taten sich mir einige Fragen auf.
Ich war verwundert, dass ein sprachloser Protagonist wie Woyzeck in einem Lied metaphernreich die Liebe zu seiner Maria besingt. Wiederspricht das nicht der Charakterisierung von Woyzeck? Denn wenn er sich einer sinnvollen Sprache bedienen könnte, dann wäre er weit weniger getrieben und unaufgeklärt. Hinzu kommt, dass die Musik auch noch ein Mittel ist, das den Handlungsablauf immer wieder unterbricht und pausiert und somit die eigentlich stakkatohafte Dramatik des Fragments in eine künstliche Länge zieht. Also während die Szenen bei Büchner die Handlung vorantreiben, ist das Lied immer eine performative Retardierung und Show.

Dementsprechend ist das Projekt „Woyzeckmusical“, trotz aller Verehrung für Tom Waits, eine Idee, die meiner -> weiter lesen

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“Die Ratten” im Repertoire des Deutschen Theaters
am Donnerstag, den 20. Januar 2011 von beate

“Ton und Klang jedoch entwindet
Sich dem Worte selbstverständlich,
Und entschiedener empfindet
Der Verklärte sich unendlich.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

Das Stück „Die Ratten” von Gerhart Hauptmann wird auf dem Internetauftritt des Deutschen Theaters als „Tragikomödie“ beschrieben, welches „von Berlin, vom Theater – vor allem aber von Menschen in äußerster Not” handelt. Aber darum geht es eben NICHT.

Da ist etwas, was sich bei aller Tragik, allen mit wahnsinniger Wucht geschilderten Schicksalsschlägen, in den Vordergrund drängt: Die Sprache. In „Die Ratten” wird Dialekt gesprochen. Ich -> weiter lesen

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